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Schlange

Jugendarbeitsschutz-Untersuchung

Zweck der Untersuchung
Gemäß des Jugendarbeitsschutz-Gesetzes müssen sich Jugendliche unter 18 Jahren, zu Beginn und während der Ausbildung oder Arbeit, einer körperlichen Untersuchung einschließlich der Sinnesorgane unterziehen. Mit diesem Untersuchungsprogramm soll einer Gefährdung des Jugendlichen durch die beabsichtigte Tätigkeit vorgebeugt werden. So muss insbesondere sichergestellt werden, dass letztere sich nicht nachteilig auf die seelische und körperliche Entwicklung des Jugendlichen auswirkt.

Umfang der Untersuchung
Zunächst wird der aktuelle Gesundheitszustand des Jugendlichen anhand gesetzlich vorgeschriebener Untersuchungsrichtlinien erhoben. An erster Stelle steht eine Ganzkörperuntersuchung, ein besonderes Augenmerk wird auf die Überprüfung der Sinnesorgane (Gehör und Sehkraft sowie Farben sehen) gerichtet. Weiterhin ist insbesondere der Stell- und Haltungsapparat genau zu inspizieren, um eine mögliche Schädigung (z.B. durch zu schweres Heben) zu verhindern. Zusätzlich werden noch durch eine Urinuntersuchung mögliche Erkrankungen ausgeschlossen. Diese Untersuchung muss als Nachsorgeuntersuchung bei Beibehalten der Tätigkeit jährlich wiederholt werden, bis das 18. Lebensjahr erreicht ist.

Jugendarbeitsschutz-Untersuchung in unserer Praxis
Für diese Untersuchung vereinbaren Sie bitte einen gesonderten Termin.

Die Erziehungsberechtigten und der/die Auszubildende müssen zudem auf einem speziellen Formular verschiedene Angaben machen. Das Formular ist in der Praxis erhältlich. Sie erhalten es, wenn Sie einen Termin für die Untersuchung vereinbaren und füllen es am besten in aller Ruhe zu Hause aus.

Mit einer Bescheinigung werden die Erziehungsberechtigten über das Ergebnis informiert und der Arbeitgeber über eventuell  vorhandene Risikofaktoren aufgeklärt.

Was sagt der Gesetzgeber dazu?
Kinder und Jugendliche sollen durch das Jugendarbeitsschutzgesetz vor Überbeanspruchung, Überforderung und Gefahren am Arbeitsplatz geschützt werden. Das Gesetz gilt für die Beschäftigung aller Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind. Ausgenommen sind geringfügige Hilfeleistungen, soweit diese gelegentlich aus Gefälligkeit, aufgrund familienrechtlicher Vorschriften, in Einrichtungen der Jugendhilfe und zur Eingliederung behinderter Menschen erbracht werden.

Es bestehen zahlreiche Beschäftigungsverbote. So ist die Beschäftigung von Kindern, das sind Personen, die noch nicht 15 Jahre alt sind oder noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen, grundsätzlich verboten. Ausnahmsweise können Kinder über 13 Jahre in gewissem Umfang mit den in der Kinderarbeitsschutzverordnung genannten leichten und für Kinder geeigneten Tätigkeiten beschäftigt werden. Das Gewerbeaufsichtsamt kann auch die gestaltende Mitwirkung von Kindern bei Theatervorstellungen, Musikaufführungen usw. bewilligen. Vollzeitschulpflichtige Jugendliche über 15 Jahre dürfen während der Schulferien arbeiten. Die gesamte Beschäftigungszeit darf die Dauer von 4 Wochen im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Jugendliche dürfen nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, welche die Leistungsfähigkeit übersteigen und bei denen sie sittlichen Gefahren ausgesetzt sind. Andere gefährliche Arbeiten, bei denen die Jugendlichen Unfallgefahren wegen mangelnder Erfahrung nicht erkennen können, sowie schädlichen Einwirkungen wie Lärm, Erschütterungen, Gefahrstoffen und biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt sind oder bei denen ihre Gesundheit durch Hitze, Kälte oder starke Nässe gefährdet wird, dürfen nur dann von Jugendlichen ausgeübt werden, wenn dies zur Erreichung des Ausbildungszieles dient und ihr Schutz durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist. Zudem muss der Luftgrenzwert bei gefährlichen Stoffen unterschritten sein.

Akkordarbeit und in der Regel auch Arbeit unter Tage sind verboten.

Für Jugendliche ist auch eine höchstzulässige tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden, bzw. 8 1/2 Stunden bei entsprechendem Ausgleich an den anderen Werktagen derselben Woche, und von 40 Stunden in der Woche zu beachten. Jugendliche dürfen nur an 5 Tagen in der Woche beschäftigt werden . Daneben müssen Ruhepausen, abhängig von der täglichen Arbeitszeitdauer, von mindestens 30 bzw. mindestens 60 Minuten Dauer und eine ununterbrochene Freizeit von mindestens 12 Stunden gewährt werden. Während der Nachtzeit von 20 bis 6 Uhr gilt ein Beschäftigungsverbot mit gewissen Ausnahmen, z.B. im Gaststättengewerbe oder in Bäckereien.

Für den Berufsschulunterricht ist der Jugendliche von jeglicher Beschäftigung freizustellen. Die Beschäftigung an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist verboten; für bestimmte Bereiche sind jedoch an Samstagen und Sonn- und Feiertagen Ausnahmen vorgesehen, z.B. für Krankenanstalten, Gaststätten, Sport und ärztlichen Notdienst.

Im Interesse des Gesundheitsschutzes ist eine umfassende ärztliche Betreuung (Erstuntersuchung, erste und weitere Nachuntersuchung sowie besonders angeordnete Untersuchungen) vorgeschrieben.

Ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, darf nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten vierzehn Monate von einem Arzt untersucht worden ist und dem Arbeitgeber hierüber eine Bescheinigung vorlegt.

Für die kostenfreien Untersuchungen ist der Jugendliche von der Arbeit ohne Verdienstausfall freizustellen.

    Praxis geschlossen!

    Liebe Patienten!

    Die Praxis bleibt am 21.12.2018 am Nachmittag wegen Abrechnung geschlossen! 

    Wir machen unseren Weihnachtsurlaub

    Vom 22.12.2018 bis zum 06.01.2019!

    Ab Montag 07.01.2019 sind wir wieder für Sie da!

    Vertretung alle anwesenden Ärzte. 

    Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachtstage und ein gesundes Jahr 2019.
    Ihr Praxisteam
    Wirth/Habermeyer

    Tiergartenstraße 1a  |  97209 Veitshöchheim  |  Telefon 09 31-9 59 78  |  Fax 09 31-9 72 76